Chain of Fools

Das Coronavirus schlägt eine breite Bresche in den Kulturbetrieb: Das Open-Air-Konzert meiner Band Blues Green im Kiosque à musique de la Rouvenaz in Montreux, das diesjährige Vully Blues Festival in Praz – alles aufs nächste Jahr verschoben. Als kleine Reminiszenz und als appetizer gibt's deshalb Online-Ersatz: Am 24. Mai 2019, vor gut einem Jahr also, gastierten Blues Green im Freiburger Stadtclub «Sous-sol». Bühne frei für den Soul-Klassiker «Chain of Fools», live aus Fribourg.

 
 
 
 
 
 

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Blues Green: «Chain of Fools» (mp3), live at Sous-sol, Fribourg, 24. Mai 2019. (Bilder: Patrick Caloz)

new.digezz.ch

Alles neu macht der September: Digezz, das Multimediamagazin des Studiengangs Multimedia Production der Fachhochschule Graubünden und der Hochschule der Künste Bern, ist online und seit heute um 14 Uhr unter www.digezz.ch erreichbar. Auf Digezz publizieren meine Studierenden multimediale Beiträge, die sie im Verlauf des Semesters konzipiert, geplant, erstellt, produziert und postproduziert haben – von A wie Alltagsbewältigung bis Z wie Zukunftsvision, in Texten und Zeichnungen, Fotos und Filmen, Webseiten und Apps. Die Vorgängerversion der Plattform aus dem Jahr 2011 mit ihren rund 4000 Multimediabeiträgen von insgesamt 900 Studierenden ist nach über 10 Jahren, zahllosen partiellen Ausbauten und Designanpassungen, in die Jahre gekommen und dient künftig als Beitragsarchiv, das neu unter archiv.digezz.ch erreichbar ist.

Die neue Plattform präsentiert sich in einem neuen Kleid, mit einem behutsam modernisierten Design, das den Beiträgen und Artefakten mehr Platz verschafft und den Macherinnen und Machern mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Dazu kommen eine neue Typografie und ein geräumigeres Layout, und angetrieben wird die Website von brandneuer Hardware. Damit ist Digezz, diese Wundertüte multimedialer Kreativität der Medienmenschen von morgen, gut gerüstet für die nächsten zehn Jahre.


Das Multimediamagazin Digezz, mittlerweile in der Version 3.0.

 

Manesse Gammon

Vor genau 10 Jahren ging sie online: meine Version des Brettspielklassikers Backgammon. Das Spiel zählt zu den ältesten der Welt, und das Ziel war es, Backgammon in einer robusten, von Javascript angetriebenen Fassung bereitzustellen. Weil die Umsetzung von HTML 5 im Jahr 2010 noch in den Kinderschuhen steckte, programmierte ich das Game in dynamischem HTML 4.

Als ich Jahre später auf eine Illumination des «Codex Manesse» stiess, auf der zwei mittelalterliche Granden Backgammon spielen, verhalf ich anlässlich des Swiss Open Cultural Data Hackathon 2016 den beiden Gamern aus dem Mittelalter zu neuem Leben. So entstand Manesse Gammon, ein Smartphone-optimiertes Online-Brettspiel in mittelhochdeutscher Sprache. Diese Implementierung stiess am Ende gar auf das Interesse der virtuellen Bibliothek Europeana: 2017 wurde Manesse Gammon als Showcase-Projekt in den virtuellen Projektkatalog aufgenommen.

Das Video demonstriert die Spielweise. Aber Achtung: Herr Gœli, der Computergegner aus dem Mittelalter, kann ziemlich aufsässig sein, und er hat beim Würfeln ein glückliches Händchen!

 

Manesse Gammon (Projektdokumentation, 2016)

Interaktive Medien

Der Journalismus der Zukunft ist entweder multimedial oder gar nicht mehr: Inhalte – Text, Fotos, Grafiken, Töne, Filme – werden heute zur Hauptsache im Web verbreitet und auf dem Smartphone genutzt. Wer morgen im Journalismus arbeiten will, muss sich heute multimediales Rüstzeug holen. Daher bietet die Johannes Gutenberg-Universität Mainz in ihrem Studiengang Journalismus das Bachelor-Beifach «Audiovisuelles Publizieren» an – seit jeher mit Vertiefungskursen in den Disziplinen «Aussenproduktion» (Kamera, Licht, Ton), «Innenproduktion» (Postproduktion, Schnitt) und seit diesem Studienjahr auch «Interaktive Medien».

In diesem Sommersemester 2020 habe ich die Mainzer Studierenden in die Welt der Webtechnik eingeführt (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4). HTML 5, CSS 3 und Javascript: In drei Monaten sind mehr als ein Dutzend Webreportagen entstanden, multimedial und mobiloptimiert, handgeschrieben und mit hochklassigen Inhalten in Text, Bild und Ton; Journalismus, handgemacht, aus der Feder der Medienmenschen von morgen. Pionier Henne Gensfleisch, besser bekannt als Johannes Gutenberg, hätte seine helle Freude daran.

PS: Die hatten ganz offensichtlich auch die Studierenden. In der Tat - so zu unterrichten, ist ein Privileg.

VJ 2.0

Zwei je einwöchige Crashkurse in Journalismus und Ethik, in Schreiben und Filmen im Rahmen des Forschungsprojekts Leonardo multimedial: Einmal mehr haben Studierende «meines» Studiengangs Multimedia Production (Media Engineering) der Fachhochschule Graubünden in Zusammenarbeit mit dem Thuner Tagblatt und dem Verein Jurep 2.0 in Thun Jugendliche zu Jugendreporterinnen und -reportern ausgebildet. Mit iPhones ausgerüstet, schwärmen die jungen Videojournalistinnen und -journalisten aus und berichten über Firmen und Freizeitangebote, über Wissenschaft und die Welt. Das Ergebnis ist eine stetig wachsende Videothek – und ein erster Vorgeschmack auf den Journalismus von morgen.


Crashkurs in Filmen mit dem Smartphone: VJs in Aktion.

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